Tag: 27. Juni 2019

Die Heizung kann nun auch von Unterwegs gesteuert werden. Möglich wird dies durch intelligente Thermostate, die über eine Anwendung mit dem Mobiltelefon gesteuert werden können. Die Anwender sind somit flexibler und können auch viel Geld sparen.

Eine Überprüfung der Jahresabschlüsse eines Haushalts zeigt deutlich, dass die Heizkosten, obwohl sie in letzter Zeit gesunken sind, mit der größte Kostenfaktor sind! Deshalb sind die Verbraucher immer auf der Suche nach Möglichkeiten, die Kosten für Öl oder Gas zu senken. Durch den Einsatz intelligenter Thermostate, die bequem mit dem Handy zu bedienen sind, ist es möglich, den Verbrauch nachhaltig zu senken und Geld zu sparen.

 

Was können intelligente Thermostate leisten?

Neben der Temperaturregelung haben Thermostate viele weitere Funktionen: Im Gegensatz zum Standardbetrieb werden die wichtigsten Informationen auf einer Digitalanzeige angezeigt. Einige Modelle können mit anderen intelligenten Produkten für den Heimgebrauch vernetzt werden, andere unterstützen auch die Sprachsteuerung mit Apple’s oder Amazon’s Siri bzw. Alexa. Oftmals ist auch eine Selbstlernfunktion an Bord vorhanden, bei der der Thermostat die Heizgewohnheiten des Benutzers automatisch erkennt und die Raumtemperatur regelt.

Das Screening, das bei teureren Modellen üblicher ist, wird verwendet, um einen Raum zu definieren, in dem die Temperatur automatisch geregelt werden soll. Das intelligente Heizsystem erkennt automatisch, ob sich jemand im Haus befindet und wann es beheizt werden muss: Sie müssen die Heizung nicht mehr selbst einstellen.

 

Welche Vorteile haben intelligente Thermostate?

Intelligente Thermostate helfen, effizient und wirtschaftlich zu heizen. Die Heizung wird abgeschalten, wenn sich niemand in der Wohnung aufhält oder das Fenster geöffnet ist und die verschiedenen Räume werden entsprechend ihrer Nutzung sinnvoll beheizt.

Insbesondere bei unregelmäßigen Tagesabläufen sind die intelligenten Thermostate besser als herkömmliche programmierbare Thermostate. Anstelle von festen Heizzyklen kann die Heizung flexibel vom Büro aus oder auf dem Rückweg ein- und ausgeschaltet werden. Besonders intelligente Systeme lernen auch aus dem Verhalten ihrer Nutzer und passen die Thermostateinstellungen automatisch an oder reagieren wenn jemand das Haus betritt.

 

Wie viel Geld kann ich sparen?

Lieferanten werben mit einem Einsparpotenzial von ca. 30% bei intelligenten Thermostaten. Für die einfachsten programmierbaren Thermostate ist die Stiftung Warentest auf 10% festgelegt. Wie viel Geld jeder Nutzer sparen kann, hängt vor allem davon ab, was er bereits getan hat, um eine effiziente Heizung zu gewährleisten. Wenn Sie die Wärme beim Verlassen des Hauses sowieso schon regelmäßig reduzieren und keine Überhitzung verursachen, können Sie nicht erwarten, dass der Energieverbrauch noch um weitere 30% reduziert wird. Der Wohnkomfort steigt allerdings in jedem Fall.

Berechnungsbeispiel: Ein gasbeheiztes Einfamilienhaus mit einer durchschnittlichen Fläche von ca. 150 Quadratmetern kann durch den Austausch aller Thermostate eine Einsparung der Heizkosten von 120 bis 180 Euro pro Jahr erwarten.

 

Wie hoch sind die Anschaffungskosten?

Intelligente Thermostate sind jetzt in allen Preisklassen erhältlich. Sie reicht von ca. 30 Euro für ein einfaches Funk-Thermostat bis zu ca. 150 Euro. Achten Sie bei der Auswahl des Thermostaten darauf, dass das Modell für Ihren Heizkörper geeignet ist oder dass die richtigen Adapter im Lieferumfang enthalten sind. Darüber hinaus bieten viele Modelle praktische Zusatzfunktionen wie Frostschutz oder Kindersicherung. Einen Überblick über gute und dennoch kostengünstige Modelle finden Sie unter Smart Home Thermostat im Test.

 

Gibt es andere Möglichkeiten, die Heizkosten zu senken?

Programmierbare Thermostate sind nur eine von vielen Möglichkeiten, Heizkosten und CO2-Emissionen durch weniger Energieeinsatz zu reduzieren. Gute Belüftung ist zum Beispiel ein unterschätzter Trick, der nicht nur Schimmelbildung verhindert, sondern auch viel Energie beim Heizen spart. Kippfenster kühlen die Wände und nach der Belüftung müssen Sie mehr heizen – es ist besser, dreimal täglich für mindestens fünf Minuten zu lüften. In einem Einfamilienhaus für drei Personen können Sie Heizkosten von bis zu 170 Euro pro Jahr vermeiden. Eine gewinnbringende Investition ist auch ein Sparduschkopf für ca. 20 Euro. Dadurch wird der Wasserfluss in der Dusche halbiert. In vielen Häusern ist die Heizungsanlage für die Warmwasserbereitung zuständig. Eine dreiköpfige Familie kann bis zu 190 Euro Heizkosten pro Jahr einsparen und das nur mit Hilfe eines neuen Duschkopfes.

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